Pflege zu Hause

Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf gewinnt angesichts der demographischen Entwicklung in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Schon heute stellen die Angehörigen den wohl größten Pflegedienst Deutschlands dar. Sie betreuen und versorgen rund 70 Prozent der 2,25 Millionen pflegebedürftigen Menschen zu Hause. 

§ 14 Begriff der Pflegebedürftigkeit

(1) Pflegebedürftig im Sinne dieses Buches sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße (§ 15) der Hilfe bedürfen.
(2) Krankheiten oder Behinderungen im Sinne des Absatzes 1 sind:
1. Verluste, Lähmungen oder andere Funktionsstörungen am Stütz- und      Bewegungsapparat,
2. Funktionsstörungen der inneren Organe oder der Sinnesorgane,
3. Störungen des Zentralnervensystems wie Antriebs-, Gedächtnis- oder      Orientierungsstörungen sowie endogene Psychosen, Neurosen oder geistige Behinderungen.
(3) Die Hilfe im Sinne des Absatzes 1 besteht in der Unterstützung, in der teilweisen oder vollständigen Übernahme der Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens oder in Beaufsichtigung oder Anleitung mit dem Ziel der eigenständigen Übernahme dieser Verrichtungen.
(4) Gewöhnliche und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen im Sinne des Absatzes 1 sind:
1. im Bereich der Körperpflege das Waschen, Duschen, Baden, die Zahnpflege, das    Kämmen, Rasieren, die Darm- oder Blasenentleerung,
2. im Bereich der Ernährung das mundgerechte Zubereiten oder die Aufnahme der    Nahrung,
3. im Bereich der Mobilität das selbständige Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und    Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen oder das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung,
4. im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung das Einkaufen, Kochen, Reinigen der   Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung oder das Beheizen.

Pflegestufen nach SGB XI

Pflegestufe I – erhebliche Pflegebedürftigkeit

mindestens einmal täglich erforderlicher Hilfebedarf. Zusätzlich muss Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden. Der wöchentliche Zeitaufwand muss im Tagesdurchschnitt mindestens 90 Minuten betragen, wovon mehr als 45‘ auf die Grundpflege entfallen müssen.

Pflegestufe II – Schwerpflegebedürftigkeit

mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten erforderlicher Hilfebedarf. Zusätzlich muss Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden wöchentlicher Zeitaufwand muss im

Tagesdurchschnitt mindestens drei Stunden betragen, wovon mindestens zwei Stunden auf die Grundpflege entfallen müssen.

Pflegestufe III – Schwerstpflegebedürftigkeit

wenn der Hilfebedarf ständig gegeben ist- sowohl Tag und Nacht anfällt (rund um die Uhr). Zusätzlich muss mehrfach wöchentlich Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden. Der wöchentliche Zeitaufwand muss im Tagesdurchschnitt mindestens fünf Stunden betragen, wovon mindestens vier Stunden auf die Grundpflege entfallen müssen.

 



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